Skoliose ist eine Seitverbiegung der Wirbelsäule bei gleichzeitiger Rotation (Verdrehung) der Wirbel, welche nicht mehr durch Einsatz der Muskulatur aufgerichtet werden kann. Die Wirbelsäule bildet dabei in der Regel mehrere, einander gegenläufige Bögen, die sich kompensieren, um das Körpergleichgewicht aufrecht zu erhalten (S-Form). Skoliose gibt es in unterschiedlichen Klassifikationen. Ich habe dazu noch einen Rund- und Hohlrücken, man nimmt ja alles mit, was man kriegen kann
.
Skolios deutlich erkennbar:
Für mich persönlich ist Reiten ein wichtiges Element, meine Muskulatur zu stärken ( neben der professionellen, regelmäßigen Betreuung durch einen Sporttherapeuten; 1 mal pro Woche ). Dennoch muss man sagen, dass ich ein Pony habe, was aufgrund seiner Ausbildung und eigenen Balance in der Lage ist, meine Schieflage auszugleichen bzw. mit zu tragen.
Ich neige dazu, gerne meinen Oberkörper noch vorn zu kippen und dies hat natürlich zur Folge, das man auf seinen Oberschenkel sitzt und auch teilweise eine interessante Beinhaltung einnimmt
. Dennoch bin ich trotzdem in der Lage, locker zu bleiben, klingt komisch – ist aber so. Oder vielleicht sollte man das anders formulieren, ich denke, ich laß mich in der Tat von meinem Pferd mitnehmen, dass ist es wohl. Ich versuche es aber zu vermeiden, auf´s Pferd zu steigen, wenn ich Rückenschmerzen habe.
Leichtes Vorkippen des Oberkörpers ( mit Tendenz, logischerweise das die Beine ihr optimale Position nicht beibehalten können) , aber absolut entspannt. Und nebenbei großes Lob an das vorbildliche V/A an mein Pony!

Abknicken in der Hüfte

Wichtig ist, dass man immer ein Auge auf sein Pferd hat, wie ist die Rückenmuskulatur, wie sieht der Sattel vom Polster aus. Zudem ist es wichtig, ein ausgesprochen gutes Fundament also Basisarbeit für das Pferd zu schaffen ( Muskulatur&Balance), ich bediene mich hier gerne der Arbeit vom Boden aus. Die Arbeit an der Hand ermöglich mir, meinem Pony Lektionen korrekt und ohne Reitergewicht beizubringen, was in meinem Fall besonders wichtig ist.
Dehnung und Abkauen

Schulterherein

Mit meinem Reitlehrer, übrigens das erste mal hier in der Traversale an der Hand

Und mit mir im Schulterherein

Aktivierung der Bauchmuskelgruppen (Pony tritt im kleinen Kreis um einen selber bzw. dann auch schon mit der Hinterhand unter)

Longenarbeit, natürlich ohne Hilfszügel. Ich arbeite ständig an mir, ich möchte zuhören, Fehler erkennen, nach Lösungen suchen, für mein Pferd verständlich sein, vertrauenwürdig und angenehm. Wenn ich etwas falsch mache, hat er jederzeit die Möglichkeit zu reagieren.

Wichtiges Element ist auch die gebisslose Arbeit, dies offenbart gnadenlos Probleme wie z.B Muskelverspannungen des Pferdes, aber natürlich aus Ausbildungsfehler


Ich persönlich reite aber viel ohne Sattel, was meinem Sitz deutlich besser tut, ich denke zudem z.Z darüber nach mir einen Fellsattel zu kaufen.
(Bilder aus August 2008, noch zu FN-Zeiten, der Sperrriemen ist zu entschuldigen)



Jeder Mensch hat irgendwie Beeinträchtigungen und man sollte im Bezug auf das Reiten immer gucken, vielleicht nicht immer den Sitz als Schwerpunkt zu nehmen, natürlich ist ein guter Sitz wichtig, aber dennoch nicht alles. Wichtig ist, dass die Kommunikation zwischen Pferd und Reiter und v.a der Bewegungsablauf nicht gestört wird.
Sitzlonge habe ich für mich immer ausgeschlossen, es bringt m.M. n wirklich gar nichts, noch nicht mal bei Reitern ohne körperliche Defizite. Man bekommt dort die Standartanweisungen wie “Kopf hoch”, “Schulterblätter zurück”, “Absatz tief” – damit sein Sitz einer äußeren Idealform entspricht. Dies entspricht nicht unbedingt der Körperfunktion des Reiters.
Fühlen, spühren und in einen Dialog mit dem Pferd gehen, lernt man so sicher nicht – eher steif zu stitzen, mustergültig, marionettenhaft.
Man sollte sich nicht an Idealen festbeißen, weil es anderen nicht gefällt, weil man nicht in den Standart paßt, natürlich möchte man es anders haben, klar – perfekt ist allerdings keiner und ich finde, im Grunde – der Weg ist das Ziel!
Das hast du sehr schön geschrieben. Ich kann es nur allzu gut nachvollziehen. Ich habe auch viele Beeinträchtigungen gehabt. Auch bishin zur Skolliose. Es war keine schwere aber ich habe es doch deutlich zu spüren bekommen. Glücklicherweise bin ich durch eine Behandlung aber davon befreit worden, auch wenn ich es vorher nun auch nicht so dramatisch fand mit skoliose, flachrücken ect zu reiten, bereitete es mir doch das eine oder andere mal kopfschmerzen. Ich mochte das nie zugeben, aber manchmal war es doch sehr extrem. Bei Interesse schick ich dir mal die Internetseite und meine Erfahrungen per Mail. Bei mir hats Wunder gewirkt. Ich musste mich die ersten 3,4 Male zwar im Sattel ZIEMLICH umstellen, weil ich plötzlich gerade wurde, aber ansonsten gehts immer nur bergauf mit mir
Es ist sehr schön anzusehen*großes Lob*. Ihr seid ein gutes Beispiel das man auch mit Rückenerkrankungen(die nicht selten sind) super reiten kann ohne dem Pferd zu schaden.
Leider gibt es nicht viele die sich über solche Dinge Gedanken machen ob Reitlehrer oder Schüler.
Leider treffe ich immer wieder auf frustrierte Reitschüler die von ihren Reitlehrern Anweisungen bekommen die anatomisch nicht auszuführen sind typisches Beispiel: Hacken runter und Becken locker.
Ich wünsche mir das es mehr Reitlehrer gibt die ein Verständnis dafür entwickeln. Du scheinst einen zu haben.
Macht weiter so !!!!
Über meinen Reitlehrer kann ich mich nicht beklagen, er sagt zwar, wenn ich einen schlechten Tag habe, dass das etwas gräßlich aussieht, aber er gibt mir keine Sitzanweisungen, da sich das ganze dann noch verschlimmern würde. Ich pers. habe eigentlich weniger Probleme mit Reitlehrern, auch nicht fremde (z.B auf Lehrgängen) vielmehr sind es andere Reiter, die das Haar in der Suppe suchen. Darf ich fragen, wie Sie auf meinen Blog aufmerksam geworden sind? Ich finde Ihre Seite übrigens auch sehr ansprechend.